Dogubeyazit...eine Stadt zum Verweilen und geniessen

On the Road again :)
On the Road again :)
Ich sass in meinem Zimmer und hatte viel Zeit, sehr viel Zeit... Zeit um zu Lesen, zu Waschen und um zu Sein. Irgendwie kann man sich immer ablenken, doch genau in diesen 2 Wochen habe ich gelernt ohne Ablenkung sich "auszuhalten"! 
Doch eines Tages, während des Nichtstun klingelte das Telefon in meinem Zimmer. Da ich so gerne telefoniere und dies auch unheimlich vermisse, ist das Abnehmen des Höhrers ein wahrer Genuss. Im schönsten Berndeutsch sagte ich: "Grüessech wohl, hie isch z Thesi u wär isch de da?" "Hey ist das Berndeutsch? Ich bin der Ralf von Holland und ich habe gehört, es sei eine Schweizerin hier, die auf der Suche nach einem Reisepartner für den Iran sei. Wir könnten gemeinsam bis Teheran fahren?!"
Ist das wirklich wahr? In der Lobby geniessen wir eine Cay und er erzählt von seinen Ferien die er jedes Jahr im Berner Oberland geniesst. Das Kiental kenne er bestens. Das Schwimmen im Oeschinensee sei doch einfach ein Traum und im Hotel Stechelberg gäbe es den besten Salatteller! Hahahaha
Ralf arbeitet bei der Polizei im Rotlichtviertel in Amsterdam. Da er soo viele Überstunden hat, geniesst er nun längere Ferien. Sein Plan ist es, mit dem Rad von Istanbul bis Teheran zu fahren. Dort trifft er seine Frau und gemeinsam wollen sie in den Südiran reisen, mit dem Schiff bis nach Dubai und wieder zurück nach Amsterdam fliegen. Das ganze hat jedoch einen Hacken... er hat noch kein Visum!
Jetzt noch eines zu bekommen ist fast unmöglich, doch das unmögliche wollen wir probieren möglich zu machen! Auf der Strasse treffen wir auf Mehmmet. Er lebt hier in dieser Grenzstadt, kennt sehr viele Leute und hat auch viele Kontakte im Iran. Als wir ihm die Visageschichte erzählten meinte er im schönen Kurdischenglisch: "no Problem, no problem, if no Visa i'll eat them like a chicken". Wir sind guter Dinge!
Da es eine Code-Nummer braucht die direkt von Teheran sollen komm, schicken wir via e-Mail eine Passkopie in ein Hotel in der Nähe. Bis wir eine farbige Kopie hatten dauerte es eine Weile geschweige dann einen Scanner... dıes dauerte es noch länger. Der Herr in Teheran musste mit dieser Nummer auf die Botschaft rennen und wir warteten auf eine Antwort. Der Konsul meinte, er solle Morgen telefonieren. Es ist schon ein komisches Gefühl... ich weiss, dass es zu 99,9% nicht klappen wird, aber ich will es nicht wahrhaben. Ralf glaubt fest daran, dass es gehen muss, als ich ihn fragte: "hast Du Dir überlegt was Du machen wirst wenn es nicht klappt?"
Er sagte nur: "es muss klappen, seit Januar denke ich täglich an diese Reise... es ist mein Traum den Iran zu bereisen und ich treffe am 17. meine Frau dort!". Jetzt hilft nur noch Beten! Bei einem feinen Nachtessen konnten wir diese Visagedanken ein wenig auf die Seite legen.
Am nächsten Morgen gehe ich schnellstmöglich auf den Camping. Der Holländer Bertil führt diesen Camping zusammen mit Meshit seit über 20 Jahren, doch dazu später mehr. Zu viert sassen wir auf den Plastikhockern, schlürften Cay und warteten bis es 9.00 Uhr wurde. Meshit telefonierte auf das Konsulat, es folgten laange 5 Minuten wo wir kein Wort verstanden und aus seinem Gesichtsausdruck auch keine Antwort lesen konnten. Die Antwort war: Morgens nochmals anrufen... Das gibt's doch nicht!
Nun gut, wir können immer noch hoffen und die Hoffnung stirbt ja zuletzt:) Das Wetter war super und wir beschlossen eine kleine Wanderung auf den nächsten Hügel zu unternehmen. Querfeldein marschierten wir den Berg hoch. Die Landschaft ist so faszinierend, dass wir immer höher und weiter gıngen. In den letzten 3 Monaten bin ich nie über 1h gelaufen... doch erstaunlicherweise geht es sehr gut. Nach 5h und kleinen Kletterpartien sind wir auf dem Gipfel angekommen.
Traumhaft diese Aussicht und es beginnt sogleich sehr stark zu regnen. Wir fanden Schutz in einer Höhle und assen Brot mit Nutella, herrlich :) Die Sonne ging unter und dann wird es innert 15 Minuten stockdunkel. Die Sonne geht hier mittlerweile um 04.45 auf. Zum Glück hat sich Ralf den Weg gut gemerkt und im Dunkeln gings noch 1 h Talabwärts... jetzt merke ich es, das Knie... Ja wir hatten bestimmt die falschen Schuhe an, aber es war sensationell!
Am nächsten Morgen das gleiche Telefonprozedere nochmals von vorne... Die heutige, definitive Antwort lautet: No Visa!!!
Ich sah wie sich die Augen von Ralf mit Tränen langsam füllten, er probierte es zu Unterdrücken, doch sie rollten über die Wange...ein Traum ist geplatzt.
Lieber Rolf, es tut mir unendlich leid für Dich... doch eines Tages wirst Du in den Iran reisen und dann freue ich mich von Dir zu hören, dass es nun geklappt hat und Dein Traum damals in Dogubeyazit nicht geplatzt sondern nur verschoben wurde! 
Jetzt heisst es die Weiterreise zu Überdenken und eine alternative Route zu finden und dies geht am besten beim Fahrradfahren :) Wir treten in die Pedale... 50km zur Abwechslung mal Offroad in Richtung Ararat, auf dem Berg soll angeblich nach der Sintflut die Arche Noah gestrandet sein.
Wir kamen an einer Schule vorbei, wo wir gleich zum Unterricht eingeladen wurden, das Fach: Schach! Super, ich wünschte wir hätten dieses Spiel als Schulfach gehabt!
Der eine Lehrer konnte ein paar Brocken Englisch, wir fragten ihn nach dem Englischunterricht. Da von den drei Lehrern niemand diese Sprach sprechen kann wird sie auch nicht unterrichtet.
Doch nächste Woche besucht er einen 10-Tägigen Kurs um dies neu in den Stundenplan aufzunehmen. Wir finden 10 Tage ein bisschen kurz, aber es ist ein Anfang :)
Auf einem Felsen haben wir dann Mittagspause gemacht und die Pläne durchdacht. Er fährt nun weiter nach Georgien, Armenien und Asarbeidschan von Baku aus fliegt er zurück nach Holland. Da seine Frau Diane im Besitz des Visums ist und den Flug bereits gebucht und bezahlt hat, wird sie höchstwahrscheinlich nach Teheran fliegen und ich werde sie dort treffen.
Zusammen bereisen wir dann den Süden. Sie wird mit dem Boot nach Dubai gehen und ich hoch zur Turkmenischen Grenze nach Mashad. Wir werden sehen...
Jetzt noch zu Bertil's Geschichte vom Camping. Währenddessen Ralf alles zusammenpackte lud mich Bertil in sein sehr bescheidenes Zimmerchen ein. Vor vielen Jahren hatte er seine Frau verloren. Seit diesem Moment an, war er alleine und wollte auch keine Partnerschaft mehr eingehen.
Sein Traum war, den Ararat zu sehen. Kurz nach seiner Pensionierung ist der Tag gekommen und er reiste nach Dogubeyazit. Der Berg habe ihn magisch angezogen... Jeden Morgen sass er in seinen Ferien nach draussen und schaute einfach diesen Berg an. Am Tag der Abreise war der Abschied von diesem Ort sehr schwierig für ihn. Er fuhr nach Erzurum, dort sollte er den Bus wechseln bis nach Istanbul. Als er ausstieg wusste er "ich muss zurück, ich muss wieder in den selben Bus einsteigen und zurück fahren"... Seit diesem Moment an lebt er hier!
Er lernte Meshit und seine Familie kennen, sie wurden sehr gute Freunde und begannen einen Camping aufzubauen. Ab und zu fährt er nach Holland für ein paar Tage oder er geht nach Georgien um seinen Aufenthalt hier verlängern zu lassen. Er fragte mich nach meiner Reise, nach dem Wohin und Weshalb... ich erzählte ihm alles auch von dem Unfall. Es hat so gut getan mit jemandem der mir gegenüber sitzt darüber zu sprechen... Ich fragte ihn ob er sich hier manchmal nicht einsam fühle? "Nein überhaupt nicht, weisst Du, alle Leute kennen mich hier, die Kinder von Meshit sind wie meine eigenen. Hier habe ich eine Aufgabe, ich schaue zum Camping und will den Reisenden und Einheimischen eine schöne Zeit in einer familiären Umgebung bieten. Als ich in Pension ging, wurde ich von einem auf den anderen Tag nicht mehr gebraucht, dass war für mich sehr schwierig. Hier sitze ich am Morgen als erstes vor meine Bude, geniesse den Blick auf den Ararat und freue mich auf den Tag... Auf meine Aufgabe... 
Eines will ich dir noch sagen, wenn das Umfeld, die Menschen um dich herum stimmen, dann kannst Du überall Zuhause sein!"
ich konnte nichts mehr sagen, war einfach gerührt. Von Beruf her war er übrigens Psychiater.
Ralf war inzwischen fertig und wir machten uns an das Reinigen der Velos, so richtig gründlich! Die Räder wurden abgeschraubt usw. mein Lappen konnte ich danach schmeissen!
Der Abschied von Ralf war wiederum nicht einfach, er fährt nun direkt mit dem Bus nach Jerewan und probiert es dort nochmals mit dem Visum. Da ich seine Antwort abwarten will, verschiebe ich meine Einreise um einen Tag. 
Heute Morgen dann erneut die Ernüchterung... kein Visa!
Mein Gepäck habe ich noch ein wenig optimiert und noch einmal ging ich zu Bertil um mich zu verabschieden. Wir tranken ein Cay und ich legte ihm ein Ricola hin. Auf dem Camping ist eine deutsche Familie mit 2 kleinen Kindern im Caravan eingetroffen. Sie werden auch morgen einreisen und wir werden uns bestimmt an der Grenze begegnen, sie reisen über Pakistan nach Indien.
Oh es gäbe noch soo vieles zu erzählen...
 
ich hoffe ich werde im Iran einen Blog hochschalten können, falls nicht wird es erst wieder ab dem 8. Juli News geben...
 
Liebe Alle, ich wünsche Euch eine super Zeit und dass die Sonne ganz oft und kräftig scheint...draussen und drinnen!
Ganz liebe Grüsse und vielen herzlichen Dank für all die lieben Mails :)
Euer Thesi ;)
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Vom Krater Nemrut direkt zum Lungernsee, weiter über die Teppichknüpfschule bis hin zur kurdischen Hochzeit...

Ein wahres Festessen...
Ein wahres Festessen...
So, dass wurde jetzt aber wieder einmal Zeit...
Zuerst möchte ich aber Danke sagen: für die unzähligen, sehr positiven und motivierenden Mails... für die ehrlichen Kommentare auf dem Blog... für die sms... und natürlich für die guten Gedanken! Es hat mich sehr berührt, vielen herzlichen Dank!
 
Hier sollen noch viele Blogeinträge folgen...denn am 4. Juni geht es auf dem Fahrrad weiter. Ich bin in Dogubeyazit und 35km trennen mich noch vor der iranischen Grenze. Am liebsten würde ich schon Heute losradeln, denn ich bin Topmotiviert:
Neues Land, neue Leute, neues Glück ;)
In der Zwischenzeit habe ich so vieles erlebt...
Der Bus nach Tatvan brauchte dann nur 7 statt vorhergesagte 8 Stunden, der Fahrer bediente das Gaspedal in einer gewissen "Lockerheit". Die Busse hier sind ein wahrer Luxus, jeder Sitz hat sein eigener Unterhaltungs-Bildschirm. Der Busbegleiter bringt regelmässig Cay oder einen Nescafe dazu ein Stück Kuchen und die Beine musst du auch nicht zusammenfalten, super! Das Fahrrad durfte einen Gratisplatz im Keller des Busses geniessen, doch zuerst mussten sie dort das Nachtlager räumen. Die hatten dort unten Matratzen, Kissen, Decken und eine Kaffeemschine!
Morgens um 03.00 Uhr waren wir in Tatvan, ich war die einzige die Ausstieg und es regnete nur so aus Kübeln. Beim ersten Hotel dass ich sah, klopfte ich an die Türe...ein zweites und noch ein drittes Mal, der verschlafene Herr Rezeptionist war sichtlich erstaunt und die erste Frage war: "Wo ist Dein Mann?", ja das wüsste ich auch gerne  höhö :) Dieses Hotel nimmt nur verheiratete und sie müssen dies mit der Urkunde bestätigen können! Für Heute mache er aber eine Ausnahme  und bevor er den Pass sehen will gibt es einen Cay. Nach ein paar Stunden Schlaf, packte ich die Tasche und wollte das Dorf erkunden. Im Eingangsbereich wartete bereits einer der sich als Touristenguide ausgab. Er konnte super Englisch und lud mich gleich in sein Büro zum  Cay (was denn sonst;) ein. Büro ist schon ein wenig übertrieben... es glich eher einer Abstellkammer die zur Hälfte mit Zementsäcken gefüllt war.
Die meisten Touristen die nach Tatvan kommen, haben eine Tour gebucht welche sie auf den Mount Nemrut, den Mount Suphan und den Mount Ararat, der höchste der Türkei mit 5137m.ü.M bringt. Hakim erzählte mir so einiges über Tatvan und den wunderschönen Van-See. Das interessante hier, ist sicher auch die Eisenbahnfähre. 3x wöchentlich passiert hier ein Zug auf der Strecke Istanbul-Teheran vorbei und wird in Tatvan bis Van für eine Fahrt von 4 h auf die Fähre gebracht.
Da Hakim zurzeit nicht viel zu tun hat, bot er mir an, mich Morgen auf den Nemrut zu begleiten. Da ich immer noch das Gefühl habe, ich könne niemandem trauen, verschiebe ich die Antwort auf Morgen. Bereits um 10.00 Uhr klopfte es an meiner Türe...jetzt weiss er schon in welchem Zimmer ich bin! Vielleicht übertreibe ich ja, aber ich empfand es als seltsam... Nun gut, nach scharfem überlegen und noch schärferem Bauchgefühlinstinkt, war ich mit dem Sackmesser in der einen Tasche und dem Pfefferspray in der anderen bereit. Mit dem Auto ging's die ersten paar Kilometer den Berg rauf, bis dann die Strasse verschüttet war und wir zu Fuss weiter gingen. Oben auf dem Krater angekommen, traute ich meinen Augen (ein weiteres mal) nicht. So was hab ich noch nie gesehen, dieser Krater ist einfach riesig, er hat einen Durchmesser von 7 Kilometern und er hat 3 Kraterseen wovon einer warmes Wasser hat. Der grosse ist einer der grössten Kraterseen der Erde. 
Auf dem Rückweg gingen wir noch in ein Restaurant für einen...?? Genau! Für einen Cay. Der Besitzer meinte wir seien bestimmt hungrig...kaum gesagt, waren schon 7 prallgefüllte Teller auf dem Tisch: Poulet, Köfte mit Pittabrot, Börek (Hackfleischauflauf), Lahmacun (türkische Pizza), Linsensuppe, Gemüsesalat und Joghurt...ich hab mich total überessen! Es war aber sooo fein und zum Dessert stellte er noch Baklava auf...ich konnte einfach nicht mehr. Als ich dann etwas zahlen wollte sagte er nonono!!!
Es war ein wundervoller Tag und Hakim ist ein sehr guter Guide, ich kann ihn nur weiterempfehlen!
Am Abend war ein wichtiger Fussballmatch und die Kneipen waren randvoll! Fussball wird nicht Zuhause geschaut... Dies läuft auf einem speziellen Fussballsender und der ist enorm teuer wenn man den empfangen möchte, kann sich also praktisch keiner leisten. Dass man, nur Mann, den Match sehen kann, bezahlt er 3 Franken. Diejenigen, die sich auch das nicht leisten können, kleben draussen an der Scheibe welche leider immer mehr anläuft bis sie nichts mehr sehen. 
Am nächsten Morgen war das Ziel dann Van. Die Fahrt dauert...im Bus... 2 Stunden, daraus wurden jedoch 4h. Da ein Strassenabschnitt vom Steinschlag bedroht war hatten wir Freikino, der Film hiess: "Steine der Berge" und der Titelsong dazu " Marmor, Stein und mancher Geduld bricht". Es war eine richtige Hupdemonstration.
In Van ohne Wahn angekommen legte ich mich im Hotelzimmer auf's Bett und sagte zu mir...es wäre schon super wenn du jemanden finden würdest zum weiterfahren... Als ich kurz darauf meine Mails checkte traute ich meinen Augen schon wieder nicht: "Hallo Thesi, gerade eben sind wir dank VeloPlus auf Deine Seite gestossen, wir haben gelesen dass du in Tatvan bist, wir sind auch mit dem Fahrrad unterwegs und zurzeit in Van, vielleicht treffen wir uns ja noch... Liebe Grüsse Alena und Marcel aus der Schweiz." Das gibt's doch nicht!!!! Sofort schreibe ich zurück, dass ich gerade in Van angekommen bin, ich bibbere, dass die Internetverbindung für einmal tadellos klappt! Noch nie sass ich soo gespannt vor meinem Posteingang und wartete bis sich die zwei aktualisierpfeile drehten...ja sie drehen, judihuii, ihr könnt es nicht glauben, wie ich mich an zwei drehenden Pfeilen freuen kann :) Sie gaben mir den Namen des Hotels durch, ich googelte es, pha 2 Strassen weiter oben und 15 Minuten später klopfte ich an ihre Türe. Sie öffneten und die Freude war gross und ich konnte die Tränen nicht unterdrücken. Ja wir hatten einander soo vieles zu erzählen. Ihre Geschichte ist grossartig! Am besten lest ihr die selbst nach auf www.frischlufttour.ch
In einem gemütlichen Lokal assen wir Chicken-Sandwiches und an der Wand hing da so ein Bild...ja nicht irgendein Bild...es war der Lungernsee, ja dann "E Güöte". 
Jetzt kommt der andere Teil dieser Geschichte...sie reisen übermorgen in den Iran. Mein Visum läuft aber erst ab dem 1. Juni... Marcel hat dann alles nachgerechnet und es ist einfach nicht möglich, dass wir zusammen weiterradeln können, denn ab jetzt läuft alles nach Zeitplan. Schade. Da sie aber länger als als ich in Kirgistan sind, sollten wir laut diesem Zeitplan gleichzeitig in Kashgar, Westchina sein...ist aber noch weit bis dorthin. Auf jeden Fall freue ich mich Heute schon auf ein Wiedersehen, ob in Kashgar oder am Lungernsee!! ;)
Am Morgen zügelte ich meinen ganzen Karsumpel in ihr Hotel, dort ist es besser und erst noch günstiger, in meinem Zimmer hat es zwar kein elektrisches Licht, macht aber nix:) dafür sind die Wände blau gestrichen!
Zusammen geniessen wir das Frühstück in der "Breakfist" Bude. Was da wieder alles aufgetischt wird, auf jeden Fall ein Foto wert! Alena und Marcel bepacken unter grosser Beobachtung von vielen Kurden ihr Tandem und ich werde sie die ersten paar Kilometer begleiten. Sie werden die Grenze weiter unten überradeln, ca. 100km von hier aus. Doch die ersten sind bestimmt die fürchterlichsten...an einer sehr, sehr, grossen Freiluft Mülldeponie führt die Strasse erst noch den Hügel rauf. Das stinkt üübelst! Der Himmel wird auch langsam schwarz und ich werde nach der nächsten Kurve schweren Herzens wieder umkehren. Wir steigen ab, wissen eigentlich nicht viel zu sagen, wünschen einander eine gute Fahrt, freuen uns auf das Wiedersehen und drücken einander. Ich bin ja wirklich nicht nahe am Wasser gebaut...aber das Abschied nehmen fällt mir enorm schwer... Bis jetzt bin ich immer "davongefahren" ohne je zurück zu schauen...jetzt werde ich ihnen nachschauen, bis ich sie nicht mehr sehen kann, das Leuchtmännteli an ihrer Tasche hilft da ein wenig nach :) und wisst ihr was...?? Sie haben auch nicht zurückgeschaut...
Liebe Alena, lieber Marcel, vielen Dank für die tolle Zeit mit euch zusammen in Van. Ich bewundere euren Plan P und freue mich riesig dass es klappt! 
Ja die nächsten Tagen waren eigentlich von nichts besonderem geprägt...nun heisst es die Zeit bis am 1. Juni irgendwie rum zu bringen. Einen Joker hab ich noch: Dogubeyazit, die Grenzstadt. Doch vorerst trödle ich hier noch ein wenig rum :) 
2011 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,3 die Stadt Van. Auch Heute noch sind die Spuren deutlich zu sehen, viele Menschen leben in Containern. Als ich mit dem Velo dort vorbei fuhr, lief es mir kalt den Rücken runter.
Am nächsten Tag, ging ich noch in die Türk Migros. Bei den Kleidern hatte es auch eine grosse Auswahl an Kopftüchern, das blaue mit den ganz winzigen, weissen Tupfen hat mir sehr gut gefallen und es passt erst noch zur Farbe des Velo, super. Die MiGROS Türk unterscheidet sich im Schriftzug nur durch das i mit der MIGROS in der Schweiz. 1954-1974 war sie eine Tochterunternehmen der Schweizer MIGROS. Danach wurde sie unabhängig, soviel zum Thema MIGROS hehe.
Nach 6 Tagen Van hatte ich genug und wollte weiter. Es ist komisch...ich kann nicht einfach ganz normal nach draussen "spazieren gehen", die Menschen glotzen mich regelrecht an. Als ich mit Alena und Marcel draussen war, hatte ich dieses Gefühl nicht. Ich kann es ja verstehen. Wenn ich ehrlich bin, würde ich einer total verschleierten Frau, welche mir in Spiez in der Migros (schon wieder hihi)  neben dem besten Vollkornbrot plötzlich begegnet, nicht auch nachschauen??
Ich erlaubte mir für die Weiterfahrt den Bus zu nehmen... Als der Chauffeur mein Gefährt sah, wollte er es zuerst nicht einladen, als ich dann alle Taschen abmontiert habe, sah die Sache schon ganz anders aus. Im Bus machte ich Bekanntschaft mit einem Iraner, er freute sich, dass ich "sein" Land besuchen werde und er schenkte mir aufgeweichte Pistazien aus seiner Jackentasche...habt ihr schon mal weiche Pistazien gegessen? ich nur eine! Als wir über den Pass (2600m.ü.M) kamen, sah ich zum ersten Mal den Ararat... Unglaublich, wie dieser mächtige Berg so ganz alleine dasteht.
Der Herr im Hotel, wollte mir trotz seiner und meiner Freundlichkeit kein Zimmer geben. Da setz ich mich mal hin, trinke einen Schluck aus meiner Rivellaflasche. Er telefonierte und meinte dann doch ein Zimmer zu haben, hallooo das halbe Hotel ist leer...aber hier entscheiden eben andere Gründe.
Als ich auf dem Weg war um etwas Essen zu kaufen (für einmal nicht im Migros hehe) kam ich bei einem Teppichladen vorbei. Der Besitzer sagte: "Grüezi, sind sie aus der Schweiz?", emm ja warum? "ich habe ihre Rivellaflasche gesehen als sie vorbeifuhren, heissen sie Heidi?" Hihi nein, Thesi von der Alp, angenehm und sie? " Ilia aus Armenien, aufgewachsen in Deutschland". Bei einem Cay erzählte er mir seine Geschichte. Er führt ausserhalb des Dorfes eine Schule für Mädchen, in welcher sie die Teppichknüpfkunst erlernen. Ich kam in den Genuss einer Einzellektion im Fach "Teppicharten und Herkunft". Es gibt gewobene, gestickte oder geknüpfte, diese Arten kann man auch kombinieren, dies weist wiederum auf die Herkunft der Teppiche hin. Diejenigen aus Armenien sind meistens kombiniert und jedes Muster hat seine Bedeutung. Wirklich sehr interessant. Er lud mich für Morgen in seine Schule ein, ich könne zuschauen, mithelfen oder mit ihm Schach spielen :)
Um 11.00 Uhr erschien ich pünktlich zum Unterricht, mein Platz war neben einer jungen Frau und sie zeigte mir die Technik... ist ja schwieriger als eine Blutabnahme! Nach 3 Stunden wechselte ich vom Teppich zum Schachbrett. Er spielte sehr gut...zu gut! Wir plauderten weitere 2 Stunden und als ich gehen wollte, sagte er nur: "Du bist bei uns jederzeit herzlich willkommen". Gleich habe ich meinem Chef eine Nachricht geschickt, dass ich einen neuen Job gefunden hätte, dazu meinte er nur: "Wäbstübeler" höhö.
Auf dem Weg zurück ins Dorf wurde ich spontan zu einer kurdischen Hochzeit eingeladen... Also los, gehen wir mal schauen :)
Die Musik war schon von weitem zu hören. Da waren ca. 150 Leute. Sie tanzten auf der Wiese im Kreis, der kleine Finger wurde jeweils eingehängt. Der Herr am Mikrofon, begrüsste mich, dass gleich alle wussten wer noch hier ist. Dies hatte dann die Auswirkung, dass viele zu mir kamen und sagten: " Thank you"! Für was denn? Dass ich hier einfach so reinplatze ;) ich wurde gleich in die Stube des Hauses geführt wo es gestaffeltes Essen gab. Das heisst, so viele wie reinpassen nehmen am Boden Platz, das Plastikbesteck wird aus dem Fenster in die Mitte geworfen, schnapp dir eins und die Becher werden mit Fanta gefüllt und schon hast du ein Papteller auf dem Schoss. Gefüllt mit Reis, Erbsen und Fleisch...ein wahres Festessen, so stelle ich mir das auch mal vor...einfach gemütlich!
Kaum fertig gehts wieder raus, denn die anderen warten bereits vor der guten Stube. Es waren alle guter Laune, lachten, tanzten und von dieser Freude wirst du einfach automatisch angesteckt. Die Braut sah ich zwar selten lachen aber das ist wiederum ein anderes Thema...
Was ich hier erleben durfte war einmalig. Ein Moment zum geniessen! Die Kinder begleiteten mich noch bis zur Strasse und jede von ihnen wollte mir zwei Küsschen auf die Backe geben. Die eine, sie heisst Rabia und ist 11 Jahre alt, klammerte sich förmlich an mich, ich ging in die Knie, schaute ihr tief in die Augen, drückte sie und da streifte sie sich ihren Armreif ab, öffnete meine Hand und legte ihn hinein... 
 
12 Kommentare

Von farbigen Ballons bis hin zu farbigen Flecken!

Ein Stück Schweiz in Zentralanatolien
Ein Stück Schweiz in Zentralanatolien
Kapaddokien ist echt ein Besuch wert. Als ich nach Göreme runterfuhr war ich einfach nur Sprachlos, hier verbirgt sich eine andere Welt... und die Touristen. Ich freue ich mich darauf, mit anderen Reisenden auszutauschen und zu Plaudern. Es gibt hier auch einen Zeltplatz, doch ich möchte gerne in so einem Cave übernachten. Mal schauen ob ich ein gutes, günstiges finde. Als ich kurz anhalte, werde ich sofort vom lokalen Kutschenfahrer angesprochen. Nach den üblichen Fragen nach dem woher und wohin, empfiehlt er mir auch gleich ein Cavehouse, es sei ein wenig abgelegen aber sehr familiär und sogar mit Pool! Super!
Ein Pool hatte es tatsächlich jedoch kein Wasser, somit konnte ich mein Velo gleich dort drin parken. PP, Pool-Parking :) Für 4 Franken die Nacht kann ich also in das Höhlenhaus einziehen, es ist ziemlich kühl hier drin, aber ich bin auch für bitterkalte Nächte gut ausgerüstet!
Schnell mache ich Bekanntschaft mit dem "Ballonman", weshalb ich ihn so nenne ist eine interessante Geschichte... Seit 17 Jahren ist er unterwegs. In Kanada, Calgary ist er aufgewachsen, hatte sein eigenes Haus und einen guten Job. Als es ihm eines Abends langweilig war, setzte er sich vor den Computer und surfte im Internet. Er kam auf eine Seite, welche die Anleitungen wiedergab wie man aus einem Ballon z.B. eine Blume machen kann. Sofort kaufte er sich ein Pack Ballone und versuchte dies. Er probierte immer mehr Sujets aus, übte sie, festigte sie... Heute kann er über 1000 verschiedene! Vom aufwändigen japanischen Drachen bis hin zu einem Tourenfahrrad :) Er ging an den Wochenenden auf die Strasse und begann die Ballone zu verkaufen. Es klappte. Er heckte sich ein Plan aus, wie er damit sein Lebensunterhalt verdienen könnte....mit Ballons???
Seit 17 Jahren klappt es! Er gab in Kanada alles auf und reiste an die Orte, wo gerade Schulferien waren oder Festivals. In Hong-Kong mache er das beste Geschäft, dort lieben sie einfach das farbige, bunte und auf Wunsch mache er die kompliziertesten Sujets. In Europa ist es eher schwierig doch in Südamerika läuft das Ballongeschäft ebenfalls gut. Auf die Frage ob er es in der Schweiz auch schon versucht hat...lachte er nur und sagte: "ja klar hab ich's probiert, aber es braucht für jeden Platz eine separate Bewilligung und ich kann nicht den ganzen Tag am selben Punkt Ballone verkaufen".
Es sind spezielle Ballone und er lässt sie jeweils von einer Firma in Kanada schicken. Er hat immer 2 Koffer mit sich, einer mit allem Lebensnotwendigen und einer gefüllt mit Ballons. Seit er sich für dieses Leben entschieden hat, war er nie mehr in Kanada. Ist die Mehrzahl von Ballon eigentlich Ballons oder Ballone? Ich mag gerade nicht nachschauen, darum wechselte ich immer ein wenig ab :)
Für den nächsten Tag habe ich eine Tour gebucht, eben so ein Touriprogramm aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wandern, Amphoretöpfern... es wurde dann eine Seifenschale daraus und erst noch ohne Boden hehe.
Besichtigung einer unterirdischen Stadt und ein traditionelles köstliches Mittagessen. Für den nächsten Tag war dann Ausschlafen, Veloservice im Pool  und Karten schreiben angesagt. Währenddessen werden über viele Stunden die paar Fotos auf die Homepage geladen damit es wieder mal was für's Auge gibt :) Am Abend habe ich alles gepackt, dass ich Morgen früh losrasen kann...
Aus dem frühen Morgen wurde dann ein später und spontan entschied ich mich noch ein Tag länger hier zu bleiben. Es gefällt mir, fühle mich wohl, es hat super Leute also warum nicht noch mehr Zeit hier spenden?! Dass ist auch das schöne daran nicht in einem Programm zu reisen, man kann spontan Entscheiden bleibe ich jetzt noch ein Tag länger oder nicht! Ich geniesse es einfach hier zu sein, das Dörfchen zu erkunden und interessante Gespräche mit anderen Reisenden zu haben. Weiter ging's dann nach Kayseri.
Den ganzen Tag über habe ich praktisch kein Dorf gesehen, ich muss mich noch an die Weite gewöhnen. Ich fühle mich zwar immer noch topmotiviert aber manchmal kommt da auch ein Gefühl auf, welches schwer zu beschreiben ist... Auch wenn ich manchmal den ganzen Tag mit niemandem rede, fühle ich mich nie einsam. Sei dies ein Vogel der vorbeifliegt oder ein Mistkäfer der sich auf mein Shirt setzt und mich besucht. Wenn ich dann einfach trampe um vorwärts zu kommen und sonst nichts tue oder überlege, beginne ich oft mit mir zu reden, über irgend etwas, sei dies über eine Begegnung z.B. Mit dem Ballonmann oder über sonst was. Manchmal singe ich vor mich hin oder was auch noch cool ist, etwas erlebtes noch mal in Gedanken zu erleben, meistens nehme ich etwas von Zuhause und nicht von der Reise. Letzthin ging ich eine Aufführung vom Alpentheater ganz genau durch und schon waren wieder 90min rum.
Also langweilig wird es mir schon manchmal, aber dagegen entwickle ich so meine Methoden und manchmal tut es auch gut Lange-Weile auszuhalten.
Jetzt noch ein paar Worte zum Thema Übernachten. In meiner Tasche schleppe ich ja ein Zelt mit...welches ich jedoch noch nicht soo oft eingesetzt habe. Dafür gibt es genau einen Grund : ich fühle mich einfach alleine im Zelt nicht unbedingt sehr wohl. Das Zelt sollte ja so aufgestellt werden, dass einem nicht alle sehen und irgendwie habe ich einfach ein wenig "schiss". Das darf ich hier ja ruhig sagen... Im Kiental habe ich das jedoch geübt und es war auch gar kein Problem... doch für mich ist es hier einfach nochmal etwas anderes. Vielleicht wäre es auch eine Gewöhnungssache aber was macht es für einen Sinn wenn ich nicht ruhig einschlafen kann und somit am nächsten Tag nicht fit bin? Für mich nicht einen grossen!
Es ist einfach ein Unterschied ob man zu zweit oder alleine unterwegs ist und dann ist es ein weiterer Unterschied ob als Frau oder als Mann! Zudem finde ich immer etwas günstiges zum Übernachten und das Geld ist es mir Wert! Soviel dazu :) 
Von Kayseri werde ich wieder Richtung Norden nach Sivas ziehen. In Gemerek übernachtete ich bei einer Tankstelle in einem schäbigen Zimmer, aber es hat warmes Wasser. Die ganze Nacht über halten die Busse für eine Pause hier an. Auf dem Busdach befindet sich ein grosser Lautsprecher, welcher während der Pause laute Musik ertönen lässt, rundum eine durchaus unterhaltsame musikalische Nacht.
Habe ich das Hupen der Türken schon erwähnt? Die Huptheorie? Also es gibt ganz verschiedene Sorten und die Hupart kann unterschieden werden. Die Lastwagen die mir entgegenkommen verwenden das fantasievolle, mehrtonige Hupen, dies ist als Gruss zu interpretieren und kommt sehr häufig vor. Das kurze und knappe Hupen, dass von hinten kommt bedeutet: "ich fahre jetzt dann gleich an dir vorbei". Dann gibt es eher das längere Hupen, welches bedeutet: "ich bin jetzt bereit, Dir vorzufahren.
Wenn das letztere noch länger als lang andauert, weiss ich: Absteigen und sofort aus dem Weg! Der Verkehr mit den diversen Huparten funktioniert meistens einwandfrei, doch es zerrt auch an den Nerven. Speziell die (Entschuldigung) Vollduble die hupen wenn sie genau auf meiner Höhe sind, ist erstens viel zu laut und macht zweitens keinen Sinn. Aber damit muss ich wohl leben und ich habe mich auch schon daran gewöhnt. Die Türken sind überaus gastfreundliche und nette Menschen. Sind die Türken aber in einem Auto, ich rede nicht von den Truckfahrern, sind sie nicht immer so nett. Aber ich will nicht alle in den selben Topf werfen, es gibt ja auch die, welche mir während der Fahrt Trinken und Essen aus dem Fenster reichen. Aber es gibt sie... die Vollduble!
Dies musste ich in meiner nächsten Etappe schwer zu spüren bekommen. Ich bin mir nicht sicher ob ich darüber schreiben soll? Bis jetzt habe ich immer alles geschrieben...ehrlich und so wie es ist! Das ist ja auch ein Grund dieser Reise, die Welt so zu sehen wie sie ist.
Klar gibt es Sachen die nur mein Handgeschriebenes Tagebuch kennt. Doch die nachfolgende Geschichte gehört nun mal dazu und ich kann es nicht schönschreiben und es ist auch der Grund weshalb ich höchstwahrscheinlich die Strecke bis zur Grenze im Bus zurücklegen werde.
Vor 2 Tagen hatte ich echt eine Krise, wusste nicht weiter und musste mich entscheiden wie meine Reise weiter gehen soll. Ich kann es kaum glauben dies in einem Blog schreiben zu müssen... Doch nach reifer Überlegung und in Kontakt mit drei für mich sehr entscheidenden Personen habe ich mich für die Weiterreise entschieden. Also von Anfang an, das fällt mir jetzt nicht gerade einfach...
Nach einer guten Nacht in Gemerek war ich bereits um 08.00 Uhr unterwegs, da ich eine 100km Etappe bis Sivas vor mir hatte und ich die kühleren Temperaturen am Morgen ausnutzen wollte. Ich fühlte mich sehr gut und ich freute mich auf diesen Tag. Was noch zu erwähnen ist, ich fahre ja immer auf den Schnell- oder Fernstrassen, genau aus dem Grund weil ich alleine unterwegs bin und dort praktisch immer reger Verkehr ist, also wenn etwas wäre, wären da auch immer wieder Autos und nicht so wie auf den Nebenstrassen.
Gegen 11.00 Uhr überholte mich ein Auto ganz langsam und stoppte am Strassenrand. Ohne eine Reaktion darauf fuhr ich weiter. Ich hatte Gegenwind und war mit ca. 18kmh unterwegs. Bei Kilometer 45 passierte es, das vorher wartende Auto fuhr voll in mich rein. Es schleuderte mich durch die Luft, die Schuhe lösten sich aus den Klicks und ich landete ein paar Meter weiter unten am Abhang der Strasse neben Freddy... Ich konnte sofort aufstehen und der Herr stand bereits neben mir. Auf die Frage warum er mich angefahren habe kam keine Antwort. Kein Englisch.
Ich fragte ihn erneut, war verruckt und wollte eine Antwort, WARUM???
Er sagte nichts, ich atmete tief durch und begann die Taschen einzusammeln... er wollte mir den Dreck abwischen und seine Hand landete am Gesäss. Jetzt ist mir klar: er ist extra in mich reingefahren und ich habe ein grosses Problem und keine Sicht auf die Strasse. Ich schrie ihn an: "Nooo!"
Ich glühte vor Wut! Er nahm eine meiner Taschen und lief damit zum dreckigen, kleinen Fluss welche unter der Strasse durchlief, meine Kamera war drin und ich folgte ihm um meine Tasche zu nehmen....was ich besser nicht getan hätte, und wenn ihr dass nun lest werdet ihr euch bestimmt an den Kopf reichen und sagen: " wie blöd, ihm zu folgen, da musst du doch zurück auf die Strasse". Ja schon klar, aber ich war so was von wütend und wollte, dass er meine Tasche hergibt, dann ging's los...
Er packte mich am Hals und die erste Faust ging in den Bauch. Ich verlor den Halt und ging zu Boden, probierte aufzustehen konnte aber nicht, er zog mich zum Tümpel, drückte mich rein, probierte zu Tatschen und ich hatte ehrlich gesagt Todesangst....
In der einen Sekunde sah ich mich hier verrecken in der gleichen sagte ich zu mir: Nicht hier Thesi!!! ich schrie: Jetzt müsst ihr mir einfach helfen und zwar schnell... ich bekam einen riesigen Kräfteschub, griff ihm in die Augen, konnte aufstehen und rannte so schnell ich konnte zur Strasse, er ergriff mich noch einmal, doch ich konnte mich erneut lösen, erreichte die Strasse und er floh in seinem Auto davon. (Da nützt übrigens auch Pfefferspray nichts und schon gar nicht wenn es windet, da hilft nur sich mit aller Kraft wehren!)
Ausser ein paar Kratzer und dass sich das Zahnrad in mein Unterschenkel gefressen hat, ist mir zum Glück nichts passiert. Am Velo ist auch nichts kaputt! Es ist ein starkes! Ein Truckfahrer nahm mich bis nach Sivas mit. Dort ins nächste Hotel, Duschen, Wunde desinfizieren und ein Steri-Strip drauf.
Als erstes informierte ich die drei Personen, darunter auch Mama. Da ich noch ein Foto hab machen können mit der Kennnummer des Autos ging ich auf Empfehlung hin zur Polizei. Es vergehen 30min bis jemand kommt der Englisch kann. Die Nummer wird aufgeschrieben, nach meinem Namen wurde nicht gefragt und in welchem Hotel ich bin sagte ich ihnen nicht.
Ja das ist diese negative Geschichte. Einerseits nimmt es mich wunder was ihr jetzt denkt und anderseits will ich es ehrlich gesagt nicht wissen.
Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort?! Ein Zeichen zum Abbrechen?! Eine Warnung?! Ich habe in keiner Weise etwas provoziert. Alleine als Frau ist schon Provokation genug?! 
Nachdem ich mich einwenig erholt habe gab es für mich 3 Möglichkeiten:
1. Bereits jetzt alles abbrechen und nach Hause gehen....was mir am wenigsten gefällt und ein einziges negatives Erlebnis soll über so viele positive Gewichten? Nein!
2. Das Velo nach Hause schicken und mit den Bus und Zug weiterreisen, da ich ja alle Visa und ein Ziel habe...
3. Weiterfahren mit noch mehr Vorsicht, das heisst, wenn z.B. ein Auto mich auffällig langsam überholt auf Strassenmitte wechseln anhalten und nicht von der Strasse weichen.  Genau wissen was vor und hinter mir geht. Es gibt überall Menschen die es nicht "gut meinen".
Ich bin einfach unendlich dankbar und froh, dass nichts passiert ist. Ich schaute mich im Spiegel an und sagte: "Thesi, du hattest soooo viele Schutzengel bei Dir!!! Danke euch allen"
Da ich noch nicht wieder ganz fit bin, das heisst körperlich, das rechte Knie schmerzt noch ein wenig und die linke Seite von Schulter bis Knöchel ist so richtig schön farbig :) gehe ich vorerst mit dem Bus natürlich plus Velo bis nach Tatvan, dann nach Van und hoch zur Grenze. Im Prinzip könnte ich mit dem Bus in 12h an der Grenze sein. Jedoch kann ich erst am 3. Juni in den Iran einreisen. Also vorerst nach Tatvan und dort werde ich neu entscheiden. 
Seit 10h sitze ich am Busterminal und warte auf den Bus welcher 8h bis Tatvan hat. Bereits Heute hatte ich wieder so viele gute Begegnungen und nette Menschen haben mir geholfen...
 
Wenn ich jetzt diesen Blog durchlese, erscheint er mir ziemlich negativ... Doch es ist wie es ist und nicht alles ist immer nur schön... Eben das Leben und die Reise geht weiter :)
 
 
 
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Ein brennendes Hotelzimmer, ein kranker Truckfahrer und unbeschreibliche Gastfreundschaft

Da geht es Mustafa noch gut...
Da geht es Mustafa noch gut...

Als ich die Nachricht von Mama bekommen habe, dass sie nun Zuhause sei, war ich noch nicht viel weiter... Dafür um ein Visum reicher. Meine Route habe ich nun ein wenig geändert, da ich nicht unbedingt aus Istanbul raus fahren will und noch einen Abstecher nach Kappadokien machen möchte.

Noch am selben Abend nehme ich das Schnellboot welches mich in einer Stunde nach Yalova bringt. Da ich vollbepackt nicht durch den Scanner passte, wurde alles von Hand gescannt. Es piepste dann sehr oft... Die beiden überlegten sich, ob ich nun alles auspacken soll oder nicht. Sie waren mir gut gesinnt und ich konnte weiter. Alleine stehe ich nun in dieser Halle und warte auf das Boot. Das "Alleine dastehen" dauert meistens nicht lange. Ein Lehrer kam zu mir und fragte mich wohin des Weges. Warum das ich weiss, dass es ein Lehrer ist?? Common, dass rieche ich von weitem hehe.

In diesem Schnellboot, was eher einem Flugzeug von easyjet näher kommt, waren strikte Regeln zu befolgen: nicht Aufstehen während der Fahrt und sich anschnallen. Ich hoffe dass es Freddy draussen überlebt... eine Schwimmweste hätten sie ihm schon geben können!

 

Es war eine laange Stunde, denn ich hatte Türkischunterricht und in der Schule kommt mir die Zeit immer ein wenig länger vor als sonst. Sehr gerne möchte ich euch daran teilhaben lassen... also: wie geht es Dir? Nasilsin? Wird so ausgesprochen: Nassölser? Es geht gut. Iyim. Wird so ausgesprochen : iim, also nochmal... Nassölser? Iyim. Jetzt noch 10x wiederholen bitte! Als ich ihm erklärte, dass ich immer in Richtung Osten fahren werde, sagte er: "bis Ankara...Turkey Tour!? Oh very good!" Genau, über Ankara nach Kathmandu :) nun sagte er nichts mehr... dem Lehrer hat's die Sprache verschlagen hihi. Er machte sich grosse Sorgen und schrieb mir in aller Eile ca. 5 Adressen auf, von Leuten die er im Osten kennt, bei denen ich bestimmt für eine Nacht bleiben könne, so lieb. Er lud mich noch zu einem Döner ein und dann geschah etwas, was mich bis jetzt am meisten berührt hat...
Er schenkte mir zum Abschied sein Gebetskranz welcher er stetig bei sich trägt, sein treuer Begleiter seit Jahren, er werde mich beschützen... Zuerst konnte und wollte ich dies nicht annehmen... er schob es stillschweigend in meine Tasche, drehte sich um, winkte mir zu und bog in die nächste Gasse ein. Wie angewurzelt und sprachlos stand ich auf der Strasse und mir kamen die Tränen, was für eine Geste...
Von Yalova nach Bursa bekam ich dann die Hügeligkeit der Türkei zu spüren über... ich bin ja eher der Flachspezialist :) erstaunlicherweise ging es aber sehr gut den Berg rauf, einfach schön gemütlich und beinahe im kleinsten Gang, hier sind die Lastwagen meine Freunde. Sie geben mir für ein paar Sekunden ein wenig Rückenwind und für noch weniger Sekunden ein wenig Schatten...super! Die meisten Hupen und winken mir zu oder überreichen mir während dem Fahren ein Wasserfläschchen, worauf ich dann absteigen muss und Flasche um Flasche irgendwo festbinden darf. In Bursa angekommen, eine 2 Millionen Stadt, fand ich kurzerhand ein günstiges Hostel. Mitten in der Nacht ging's dann los: Feueralarm! Kann ja vorkommen, dachte ich, drehte mich um und war glücklich, dass es nicht mein Wecker war der mir sagte: hey Thesi, dass war alles nur ein Traum, steh auf und geh zurArbeit :) 
Als der Alarm nicht aufhören wollte und ich bereits ein seltsamer Geruch wahrnahm, sprang ich auf, packte alle meine 1000 Sachen vorsichtshalber in die Taschen und ging auf den Gang. Lauter Araber haben sich mit ihren Pyjamamäntel versammelt und somit konnte ich mir einen Blick in die Zimmer erhaschen und sah, dass die Frauen sogar Nachts einen Schleier tragen... Der Besitzer sagte dann, wir sollen uns keine Sorgen machen und zurück in die Zimmer gehen. Die Feuerwehr sei schon unterwegs... ein Mann im oberen Stock habe im Bett geraucht, der Vorhang habe Feuer gefangen und nun brenne das Zimmer ein wenig...  so hab ich es zumindest interpretiert. Also so ganz gelassen kann nicht wieder einschlafen, im Gedanken, dass ein Zimmer über mir womöglich in Flammen steht. Ja die Feuerwehr kam, sah, montierte die laange Leiter und löschte. Nach getaner Arbeit tranken sie noch einen Cay und ich freute mich auf die paar Stunden Schlaf.
Beim Morgenessen wurde ich von allen Seiten angestarrt, man könnte meinen ich habe denn Brand gelegt, aber es war wohl eher weil ich alleine als Frau hier bin... somit kann mich ja schon mal daran gewöhnen! Nach zwei weiteren Nächten in Inegöl und Eskishehir war ich auf dem Weg nach Ankara, das heisst es waren noch gut 200km. Die Landschaft in Westanatolien ist einfach wunderschön. Die Farben der Felsen reichen vom Graublau über ein sattes Rot bis hin zum Ahornblattgrün.
Als weitere 80km auf meinem Tacho standen kam ich zu einer Tankstelle und ein Herr stand schon am Strassenrand und winkte mir von weitem zu. Er ist der Boss hier und erzählt mir, dass er auch ab und zu mit dem Fahrrad unterwegs sei und wisse was ich durchmache... durchmache? Hmm, das tönt ja ganz schlimm wenn der unterwegs ist... mir gefällt's auf jeden Fall immer noch bestens, oder besser gesagt: je laenger je besser und es macht einfach Spass!
Er sagte: "Das ist meine Tankstelle, mein Shop... bediene dich und nimm dir was du willst, gratis!" Wie cool ist dass denn? Ich war noch nie in einem Shop und einer sagte zu mir nimm einfach was Du willst!!! Das sollte mir mal in der Migros in Spiez passieren, ich würde für Grosi einen Einkaufswagen voll mit Backzutaten kaufen damit sie backen könnte was das Zeug hält, einen Einkaufswagen voller Kaffee und Milk für die Praxis, weil die einen enormen Verschleiss davon haben, einen Einkaufswagen voller Bananenchips weil ich die so gerne mag und jetzt bräuchte ich schon ein paar Helfer um das ganze Zeugs zur Kasse zu rollen...
Doch hier in dieser Tankstelle habe ich mich lediglich dafür ein Wasser mit Apfelaroma zu nehmen, oh es schmeckte wunderbar. In der Zwischenzeit beauftragte er einer seiner Arbeiter mein Velo zu reinigen... einmal mehr kann ich nur sagen: Unglaublich!!! Er schrieb mir noch seine Adresse und die Telefonnummer auf, falls ich ein Problem hätte könnte ich ihm jederzeit anrufen. Das ist echt wertvoll so etwas in der Tasche zu haben. Bis ins nächste Dörfchen war es noch einlanger Weg, wir verabschiedeten uns und ich radelte los, gestärkt von diesem Erlebnis.
Bis jetzt habe ich in der Türkei nur gute Erfahrungen gemacht, ausgenommen die Visageschichte, die Menschen sind mir stets wohlwollend begegnet. Ich frage mich oft, ob die Touristen in der Schweiz wohl dasselbe von uns sagen können? Eines weiss ich jetzt, ich werde ihnen auf jeden Fall anders begegnen nach dieser Reise...
Ein paar Kilometer weiter stand da ein grosser und sehr langer Truck auf dem Pannenstreifen. Der Fahrer kontrollierte die Räder. Ich hielt kurz an um im Schatten des Lastwagens ein Schluck Wasser zu trinken. Er fragte mich wohin ich gehe und er meinte auf meine Antwort, dass es noch ein langer Weg bis Ankara sei, er könne mich in die nächste Stadt bringen falls ich möchte. Super! 1. hab ich für Heute genug, 2. fahre ich gerne in einem Truck und 3. hatte ich ein gutes Gefühl hier einzusteigen. Er bot mir gleich Nüsse, Mandeln und getrocknete Erdbeeren an... die sind noch vieel besser als die Bananenchips!
Er konnte ca. 5 Wörter Englisch, ich 4 in Türkisch, die Kommunikation begrenzte sich auf 2 Sätze. Somit probierten wir es mit singen, halt, dass heisst er konnte es, ich probierte es. Er sagte ich solle was singen...kann ich aber nicht! Das einzige was ich einigermassen hinkriege ist "S' Ramseiers  wei go graaaase...". Dies habe ich heute ca. 1h lang vor mich hingesungen, da es ein wenig langweilig war hihi und nun kommt mir dies zugute ( wenn ich das gewusst hätte, hätte ich vielleicht ein anderes geprobt, "Country roads" oder "Lemon tree"...) nun gut, er hatte Freude daran und nach 3 Runden s' Ramseiers schaltete er wieder die Türkmusik an.
Nach ca. 50km ging's ihm dann nicht mehr so gut, er krümmte sich und zeigte auf seinen Bauch,  Schweissperlen waren auf seiner Stirn und er schlief beinahe ein. Ich fragte ihn was los sei und forderte ihn auf, dass es vielleicht besser sei er stoppe für einen Moment. Das machte er auch, legte sich in seine Koje und schlief ein... wie lange schläft er wohl?? Nach einer Stunde startet er den Motor erneut und nach 10km konnte er erneut nicht weiterfahren. Es ging ihm wirklich nicht gut und ich machte mir Sorgen.
Hoffentlich haben ihm die Ramseier's nicht auf den Magen geschlagen... Meine Apotheke in der Tasche war irgendwo auf diesem Laster neben tausenden von Bodenplatten. Ich schnappte mir sein Telefon und rief Rabia in Ankara an, erklärte ihr die Situation und reichte ihm das Telefon damit er mit ihr in Türkisch sprechen konnte. Sie übersetzte mir dann in Englisch, dass er Bauchschmerzen habe und nicht weiterfahren könne (ja das habe ich mir auch schon ausgemalt), ich sagte ihr, sie soll ihm sagen, dass ich etwas gegen Buchschmerzen dabei habe und ihm geben könnte, das wollte er jedoch nicht. Nun gut, er schlief wieder ein und ich stellte mich auf eine Nacht auf dem Beifahrersitz im Truck an einer verlassenen Tankstelle ein. Da ich einen Mordshunger hatte suchte ich etwas Essbares in meiner Tasche... Rindsragout ist ein wenig ungünstig und somit ass ich all meine getrockneten Aprikosen auf... nicht gerade das schlauste, wenn man das Fenster nicht herunterlassen kann :)
Irgendwann fand ich dann den Schlaf und kaum hatte ich ihn gefunden ging der Motor und die laute Musik an. Was ist jetzt los? 04.00 Uhr morgens und Mustafa war anscheinend wieder fit! Genau so war's, er smilte bis zu den Ohren hin und sagte nur: "Next Stop Ankara". Somit genoss ich den wunderschönen Sonnenaufgang im Truck. Ankara ist mit knapp 5 Millionen Einwohner grösser als ich es mir vorgestellt habe. An einer Kreuzung hielt er an und sagte :"finish here hehe". Ruck zuck war alles ausgeladen, er gab mir die Hand und wünschte mir viel Glück. Das war wieder ein Erlebnis! Gegen 7.00 Uhr ruf ich Rabia an und sie fragte mich wo ich sei...ja das weiss ich eben auch nicht so genau, an einer Kreuzung in der Nähe ihrer Adresse. Ich sagte ihr die Namen der Strassen und bat sie, mich zu lotsen. Sie jedoch meinte ich solle dort warten bis Okan, ihr Mann mich abholen komme. Er fuhr dann keine 10min später vor und ich konnte ihm nachfahren, tatsächlich wäre das ein wenig kompliziert gewesen :)
Ich konnte es kaum glauben sie wieder zusehen. 3 Monate waren wir in der selben Gastfamilie in Bornemouth und hatten eine super Zeit dort. Oh wir hatten einander soo vieles zu erzählen. Sie beide haben ein eigenes Anwaltsbüro und haben sehr viel zu tun. Doch es ist Samstag und sie wollen mir Ankara zeigen...super!  En herrlicher Blick über die ganze Stadt ist von der Burg aus zu geniessen, welche auf Vulkangestein gebaut wurde.
Am Abend fuhren wir zu einem See und genossen das Abendessen im eigenen Club für Anwälte... gar nicht gewusst, dass es so was gibt. Es war auf jeden Fall sehr "gedige". Am Sonntag war Waschtag und meine Kleinigkeit an Wäsche riecht so gut wie schon lange nicht mehr. Das Ziel für Morgen ist, das Tadschikische und das Turkmenische Visum zu besorgen. Okan meinte dann zu mir, er habe um 9.00 Uhr eine Anhörung, in dieser Zeit könnte ich in seinem Büro die Anträge ausfüllen und anschliessend könne er mit mir auf die Konsulate fahren... wieder einmal bekomme ich eine Menge serviert und der Weg wird mir sehr einfach gemacht :) Das Angebot nehme ich natürlich gerne an und bin überwältigt von seiner Hilfsbereitschaft. 
So lief es dann am nächsten Tag auch ab. Als ich dem Herr Konsul all meine ausgefüllten Formulare + Passkopie und Foto + ein Begründungsschreiben aushändigte, prüfte er es genau. Die Pass- und Visakopien möchte er gerne in Farbe haben ( info: das Visum für Iran und Usbekistan muss bereits vorhanden sein um das turkmenische zu beantragen!). Einmal zum nächsten Copy-Shop. Kopien waren ok und nun möchte er das Atragsformular auf einem andere Papier haben. Also die ganzen Daten und Infos auf ein anderes Papier schreiben hahahaha. Als er dann zufrieden war, sagte er ich bekomme in 10 Tagen via E-Mail ein Einladungsschreiben und könne das Visum in Teheran abholen. Perfekt.
Nach einem Döner ging's zum Tadschikischen Konsulat...alles vieel einfacher. In 1h sei es abholbereit, in der Zwischenzeit auf die Bank rennen und den fälligen Betrag einzahlen. Wieder zurück, meinte der dritte Sekretär der Herr Konsul verspätet sich um 30min. Er erklärte uns die verschiedenen Gebiete von Tadschikistan, gab mir seine Karte falls etwas sei könne ich ihm jederzeit telefonieren und händigte mir die Adresse seiner Schwester in Dushanbe aus, bei welcher ich bestimmt für ein paar Tage sein könnte. Das Visum im Pass, den GBAO Stamp für den Pamir-Highway in Dushanbe anfordern und ich fühle mich in Tadschikistan auf jeden Fall willkommen. 
Wieder Zuhause kochen wir gemeinsam das Nachtessen und hatten einen gemütlichen Abend. Ich fühlte mich wie Zuhause und habe die Zeit hier sehr genossen und konnte auftanken. Morgen früh geht's weiter, obwohl ich noch Wochen hier bleiben könnte. Ich durfte eine Gastfreundschaft erleben welche ich nie vergessen werde, ich habe erneut Menschen getroffen die mir wichtig sind und zu denen ich "Sorge" tragen will. Wenn sie eines Tages in die Schweiz reisen, haben sie eine Adresse an welcher die Tür immer für sie offen sein wird. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen. 
Der Abschied viel mir einmal mehr sehr schwer und die ersten paar Kilometer musste ich einfach weinen...
Doch schon bald wurde ich an einer Tankstelle zum Cay eingeladen und eine Wasserflasche kam ich auch noch über. Nach Kirikkale sind es gut 80km und der Fibermesser wollte ich schon sagen hihi, nein natürlich das Thermometer stieg das erste Mal auf 40 Grad. Bei 40 Grad ist es sehr empfehlenswert mit dem Velo unterwegs zu sein...es geht dann immer ein Lüftchen :) Heute buddelte ich 4 Liter Wasser und habe eine hübsche Bleibe in Kirikkale gefunden... 
In den naechsten Tagen sollte ich Kappadokien erreichen und ich freue mich dort 2 oder 3 Tage zu bleiben um die Höhlen zu erforschen und durch die unterirdischen Staedte zu wandern :)
 
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Ferien in den Ferien...sehr empfehlenswert!

Beinahe das selbe Bild wie das Letzte, aber nur der Hintergrund... der Vordergrund gefaellt mir hier soooo viel besser :)
Beinahe das selbe Bild wie das Letzte, aber nur der Hintergrund... der Vordergrund gefaellt mir hier soooo viel besser :)

Montag Morgen:

Bereits um 07.00 Uhr bin ich voller Datendrang auf den Beinen. Um 10.00 Uhr öffnet das usbekische Konsulat für zwei Stunden. Bis dorthin, Istinye, brauche ich mit dem Bus ca. 45min. Doch vorher sollte ich noch ein paar Passfotos machen und das Antragsformular ausgefüllt ausdrucken. An der nächsten Ecke finde ich einen geöffneten Fotoshop, welcher aber erst ab 08.00 Uhr Fotos macht! Er meinte dann, dass ich für das usbekische Visum ein grösseres Format an Fotos brauche und nicht wie die üblichen. Nach 30min war ich ausgerüstet mit zwei verschiedenen Grössen Fotos, da wollen wir ja nichts dem Zufall überlassen :)

Dank dem Karten-App auf meinem iPad habe ich das versteckte Konsulat gefunden, dass sich lediglich mit einem Öffnungsschild und einem kleinen Fähnchen zu erkennen gibt. Zwei Amerikaner die seit 17 Jahren in ganz Asien leben und beruflich für ein Entwicklungsprojekt im Einsatz stehen warten auch auf ein Visum. Der Dritte der von einem Bein auf's andere schwankt, ist ein Japaner und seit ein paar Jahren mit dem Motorrad unterwegs... Er fuhr quer durch Amerika, um Australien rum und nun ist er auf dem Heimweg nach Japan. Als ich ihn fragte wieviele Km er durchschnittlich pro Tag mache, sagte er 500! In Australien aber locker 900!! unglaublich...

Später kam noch eine Gruppe von ca. 20 Leuten dazu und wir stehen schon mal in die Schlange bis das Tor für jeden einzeln öffnet...und nach 2h ist Schluss! Hoffentlich kommen alle dran und zum Glück bin ich an vierter Stelle. Der Hausmeister spritzt mit Unmengen von Wasser die sauberen Bodenplatten ab, fegt sie und schabt das Wasser in die Ecke... Zuhause hätte ich einen Fön, dann könnte er sie noch schnelltrocknen. Jetzt geht's los, nach 30min darf ich durch's Tor, da kommen doch niee alle dran! Freundlich werde ich aufgefordert meine sauberen Schuhe auf dem Bodenteppich gründlich abzustreifen, wäre ja schade um seine Fegarbeit. Die Treppe runter und den Pass plus Antragsformular durch die kleine Luke schieben. Nach der Frage in welcher Grösse er das Foto denn haben möchte, tippte er auf das kleine, also das Stinknormale... Er fragte an welche Orte ich reisen werde, da ich ihn kaum sehen und verstehen konnte, bückte ich mich und probierte mein Ohr beinahe durch die Luke zu schieben und bat ihn die Frage zu wiederholen... ich nannte ihm die 3 wichtigsten Städte und er sagte wiederum: warte! Ok, Monday, maybe! 80Dollar! Und tschüss. 

Mit Yoshi von Japan fuhr ich in dem überfüllten Bus zurück, wir plauderten über das Reisen und der gute Herr der neben uns stand, lauschte zu. Er lud uns dann zum Tee ein, also am Schluss waren's 4 Tee's. Er arbeitet beim CNN und hat sich sehr darüber gefreut, dass wir soo viel positives von den Ländern zu berichten haben. Er sagte: "Ich höre den ganzen Tag immer wieder schlechte News, z.B. von Menschen die ihr Leben lassen mussten durch einen Angriff oder durch ein Erdbeben. Da tut es direkt gut von euren spannenden und positiven Erlebnissen zu hören". Ja und somit verbrachten wir fast 3h bei Tee und Brezel. 

Jetzt aber husch, husch zum Airport :) das Flugi mit dem grössten Schatz ist gelandet :) Ich wartete voller Freude zwischen den genervten Leuten hinter dem Absperrgurt, welche die Schilder mit den Namen aufhalten und auf ihre Hotelgäste warten. Nach 1h wartete ich immer noch aber mein Stehplatz hat sich um einiges verbessert, bin nämlich in der Zwischenzeit durch Millimeterschrittchen ganz zuvorderst angelangt hehe. Die Leute, die auf dem gleichen Flug waren kommen ja meistens gleichzeitig durch die Türe, das ist super spannend zu erraten von welchem Land sie sein könnten. Das Aussehen ist ja das eine aber das Verhalten... 

Die Japaner und Chinesen lächeln, haben's lustig miteinander und scheinen überhaupt nicht müde zu sein. Dazu rollen sie Riesenkoffers in bunten Farben oder mit Plastik umwickelt vor sich her. Die Afrikaner verteilen sich nach links und rechts und die Schildhalter kommen ins Schwitzen, dass sie alle wiederfinden.

Wer hat ganz brav ein Rucksäcken an, bleibt mitten in der Türe stehen, verstopft somit den Ausgang und sucht wie wild das Schildchen wo sein Name drauf steht? Gut, noch einen Tipp:  bereits den Reiseführer in der Hand?

Frau und Herr Schweizer ;) jajaa nicht alle hihi. Juheeeee schon von weitem sehe ich Mama und ich freue mich sooo fest sie zu drücken :) Das Wiedersehen ist einmalig und ich kann es kaum glauben, dass sie hier ist und ich 1 Woche einfach Zeit habe mit ihr zusammen. Zeit um zu SEIN, um zu plaudern und einfach zu geniessen ohne das Gefühl zu haben, möglichst viel zu sehen oder die Sehenswürdigkeiten abzuklappern und dazu noch die Geschichte zu studieren. (als ich diesen letzten Satz noch eimal lese nerve ich mich direkt... 9x habe ich "zu" geschrieben! Aber ich lasse es so stehen und ignoriert einfach meine Schreibfehler! Das ist keine Bitte, das ist eine Aufforderung hehe)

Ach wie schön!!! Das ist gerade der richtige Zeitpunkt um zu erwähnen, dass ich mich in den Blogs zum Thema Geschichte jeweils kurz fasse wie ihr ja gemerkt habt.  1. kann man diese ja überall nachlesen und 2. hab ich genug andere Geschichten zu schreiben :) Mit der Subway und dem Tram ging's zu unserem Hostel, welches sehr bescheiden ist. Eine muss auf's Bett sitzen, damit die andere überhaupt reinkommt und die Taschen finden am Fussende des Bettes platz. Es ist zurzeit sehr schwierig noch ein freies Zimmer zu finden. Doch Morgen gehen wir auf die Suche nach einer anderen Bleibe. Wir redeten stundenlang miteinander und ich merkte wie wertvoll mir die Zeit mit Mama ist. Ihr Koffer war nicht gerade klein...ich weiss jetzt auch warum, hehe. Herzlichen Dank an alle die, welche mir per Mutterpost etwas mitschickten, selbst gemachte Güezi, Schokolade, Ricola aber das Beste waren die Blüemli aus dem Garten von Zuhause. Sie haben es dank genügend Wasser bis nach Istanbul geschafft! Wenn ich daran rieche und die Augen schliesse...ist es wie Heimkommen. Soo schön, vielen Dank Mama! 

Überglücklich reden wir uns bis spät in die Nacht in den Schlaf. Am Zmorgetisch sind noch 10 andere Reisende und darunter zwei Deutsche. Sie arbeitet bei einem Lokalradio und sendet regelmässig Berichte dorthin. Als wir ins Gespräch kamen, zückte sie gleich Mikrofon und Aufnahmegerät. Mit noch von Honig verklebtem Mund und Müesli in der Backentasche gab ich ein kleines Interview. 

In der gleichen Strasse haben wir ein kleines aber feines Guesthouse mit Blick auf's Meer und Richtung Asien gefunden für drei Nächte. Für eine weitere Nacht müssen wir dann das Zimmer wechseln und für die letzte noch einmal in ein anderes Hotel... alles ist in der gleichen Strasse und somit haben wir ja auch ein wenig Abwechslung und immer wieder frische Badetücher! Freddy kann sich somit auch gut erholen, einmal auf der Terrasse, das andere mal im Keller oder in der Lobby. Während dem Gebetsruf, fettete ich ihn noch ein wenig ein. 

Die ersten zwei Tage regnete es... perfektes Wetter für den Basar! Oh was ich da alles zusammenkaufen könnte. Doch es geht uns weniger ums einkaufen sondern um das Erlebnis. Vom spice Bazaar zum grand oder auch old Bazaar. Stunden könnte man hier verweilen... Die prächtigen Farben der verschiedensten Gewürze ist Nahrung für das Auge! Durch die Menschenmasse quetschten wir uns in die Gassen. Hier treffen die Gegensätze aufeinander: alt und jung, moderige, düstere Kleidung auf grell leuchtende Mode, frischgepresster Orangensaft auf Cola, der traditionelle Musiker auf das Gedröhne aus der Musikbox, Burger King auf die originelle Kebap-Bude :)

Am Abend geniessen wir jeweils die gemütlichen Stunden auf einer Terrasse mit feinem Essen und viel Cay. Im Zimmer gibt's noch Diashow... bei knapp 2000 Fotos, müssen wir das auf die Abende verteilen hehe.

Am nächsten Tag marschierten wir über die Galata-Brücke, welche das goldene Horn überspannt, weiter bis zur bekannten und sehr eindrücklichen Bosporusbrücke. Mit dem Tram ging's wieder zurück. Überall gibt es Brezel zu kaufen, sie sind jedoch nicht soo salzig wie die beim König und beinahe jeden Tag verdrücken wir ein solches:) Schon wieder ein Tag rum, die Zeit rennt und genau jetzt möchte ich sie für einmal ein wenig anhalten... nur ein bisschen! 

Am nächsten Tag gehen wir mit dem Boot auf die asiatische Seite, geniessen einen üblen Kaffee und ich will unbedingt auf ein Hochhaus um ein gutes Foto zu machen. Das nächstbeste ist das Hilton. Alles einmal durch den Scanner und schon stehen wir vor dem einzigen Lift im ganzen Hotel. Gekleidet mit den Turnschuhen und den Trainerhosen musterte mich die gestylte Frau, welche ebenfalls im Lift ist, vom ersten bis in den zwölften Stock ganz genau! Ja ich hab nur das dabei, wenn sie wüsste, dass jene Hosen zurzeit auch als Pyjama dienen, würden ihr glatt die Augen auskugeln ;) 

Der Besuch in der blauen Moschee hat uns sehr gut gefallen. In Europa ist sie unter diesem Namen bekannt doch eigentlich heisst sie Sultan-Ahmed-Moschee. Ein einmaliges Bauwerk mit einer ganz speziellen Atmosphäre. Wir standen einfach da und staunten. Uns ist aufgefallen, dass sie leer ist, im Sinne von Material. Keine Bilder oder irgendwelche Statuen, Bänke, Stühle, Treppen oder Blumen! Einfach der rote Teppich und die blau-weissen Fliesen...dies verleiht ihr vielleicht diese Ruhe!?

Am Abend skypten wir noch mit Stephi, sie besuchte uns ja in Venedig und jetzt kommt sie Morgen nach Istanbul!!! Was für eine Überraschung, Wir freuen uns seeeeeeehr :)

Nachdem wir am Morgen in ein anderes Zimmer zügelten, uns stärkten mit Brezel und Cay, gings auch schon los in Richtung Airport.

Dieses mal warteten wir keine 10 Minuten! Einmal mehr kann ich es kaum glauben, dass Stephi und Mama da ist... und weil es so schön ist schreib ich's gleich nochmal... ich kann es kaum glauben dass ihr hier seid!

Wir hatten solch eine gute Zeit zusammen und Stephi ist 24h später bereits wieder auf dem Heimweg. Doch auch ihr Gepäck wurde leichter... vielen Dank für die Ovo-Schoggi, ich verstaute sie in der vorderen, rechten Tasche... zwei davon werde ich verschenken und eine selber främslen hihi.

Jetzt rennt die Zeit definitiv! Wir sprachen wiederum bis spät in die Nacht und bereits um 08.00 Uhr wird der Bus Mama abholen. Das warten vor dem Hostel dauerte zum Glück nur ein paar Minuten... Wir drückten uns gaanz fest und weg war sie... Mir wurde in dieser Woche echt bewusst, wie wertvoll mir die Zeit ist, mit ihr zu sein...

Auf einmal bekam ich einen super Motivationsschub und ich fühtle mich voller Energie, Kraft und wie frisch aufgetankt... Das Abenteuer geht weiter!

Der Weg führt mich zum Konsulat, hier der Ausschnitt in Kurzform...

9.00 Uhr warten bis sie um 10.00 Uhr öffnet... 10.30 kann ich zum Fenster, hinter welchem die Sekretärin steht...auf 12.00Uhr vertröstet, der Konsul ist wohl noch im Bett...12.00Uhr sagte der Konsul ich solle erneut in Teheran mein Visum beantragen...was??? Ich erklärte ihm, dass ich nun 1 Woche darauf warte...er ist genervt und sagt: "go out!!"...ok er ist sehr genervt...nach 30min probiere ich es erneut und werde noch einmal reingelassen...ich solle Morgen nochmals kommen, maybe dann...jetzt bin ich aber auch genervt!...nein ich möchte mein Visa Heute!...kommen sie um 15.00 Uhr nochmals...Nach weiteren 2h warten probierte ich es wieder...und dann, geschah das unfassbare... Er öffnete mir die Türe und bat mich oberfreundlich hinein. Auf dem schwarzen Sofa durfte ich Platz nehmen! So cool, Herr Konsul? Er telefonierte 10min, töggelte meine Daten in den PC, druckte das kleine, wertvolle Papierchen aus, klebte es mit einem Klebestift auf die Nidwaldner-Seite ein, wünschte mir einen schönen Aufenthalt in Usbekistan und sein Lachen zog sich beinahe bis zu den Ohren. Warum nur so freundlich auf einmal?? Egal, ich hab das Papier in der Tasche und das zählt!

Während den Vorbereitungen habe ich immer gesagt: " ja wenn ich's bis Istanbul schaffe ist ja schon mal gut und dann werden wir sehen". Dauernd habe ich von diesem Istanbul gesprochen, hier bin ich nun und es kam mir alles so einfach und unbeschwert vor. Auf die nächsten Länder bin ich sehr gespannt, weiss aber, dass ich nicht mehr so zügig vorankommen werde, denn es wird immer wärmer und die Türkei ist sehr hügelig!

Das nächste Zwischenziel ist Ankara. Dort muss ich das Visum für Tadschikistan und Turkmenistan beantragen. Von vielen habe ich gehört, dass das Turkmenische das schwierigste sein wird...wir werden sehen. 

Vor 6 Jahren, war ich für 6 Monate in England, Sprachaufenthalt. Viele Leute habe ich dort kennen gelernt... darunter auch Rabia from Ankara!!! Wir waren in der selben Familie. Damals sagte sie zu mir, wenn Du einmal in die Türkei kommst, sage mir bescheid, meine Türe ist für Dich offen.

Wir hatten stetig Kontakt via facebook und nun kann ich für paar Tage bei ihr und ihrem Mann bleiben. Unglaublich, was sich bis jetzt auf meiner Reise alles ergeben hat...

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