Schon 2 Tage...

...und schon haben wir sooo vieles erlebt. Zuerst möchte ich aber allen Danken die am 02.03.13 ins Kiental gekommen sind. Es hat mich riesig gefreut Euch alle noch zu sehen und ein bisschen zu Plaudern. Ihr habt mir alle so viel Energie gegeben, das könnt ihr Euch kaum vorstellen. Die guten Wünsche und die positiven Gedanken sind das wertvollste überhaupt für mich. Herzlichen Dank für all die feinen Desserts die ihr gezaubert habt. Vielen Dank für das Mithelfen: Organisieren, Koordinieren, Aufstellen, Abräumen, Abwaschen und fürs Dasein. Der Abschied am Samstag viel mir im Gegensatz zum Sonntag nicht so schwer, ihr wart alle so positiv gestimmt und dies hat sehr geholfen. Ca. um 01.15 hatte ich Zeit für all die kleinen Geschenke zu öffnen und die lieben Kärtchen zu lesen. Ich habe Fabienne darum gebeten mit zu lesen...ihr habt euch soooo Mühe gegeben und alle haben sich etwas dazu überlegt, wenn ich das alles einzeln erwähnen möchte könnte ich die ganze Nacht hindurch schreiben. Als ich ins Bett kam, meine Mutter lag neben mir...musste ich weinen, eure Worte, Geschenke und finanzielle Unterstützung berührte mich sehr. Vielen, vielen herzlichen Dank! Der Sonntag Morgen war dann alles andere als lustig, es schmerzte mich zutiefst Abschied von Sjoukje, Marianne, Werner, Bernadette, Fabienne und meinem Mueti zu nehmen. Ein Gefühl das ich zuletzt vor 5 Jahren hatte, als ich der Familie in Nepal tschüss sagen musste. Doch in Scharnachtal (ein paar Meter weiter Talwärts) ging's mir schon wieder tip top. War schon super die ersten paar Kilometer, ein bisschen Bremsen und die Aussicht ohne die geringste Anstrengung zu geniessen:) in Kandergrund war dann fertig mit Bremsen... nach 2h30 trafen wir in Kandersteg mit einem grossartigen Empfang ein. Susanne und Adrian standen bereits mit der Schweizerfahne (welche jetzt am Velo montiert ist und jeden Abend vor dem Zelt aufgestellt wird) parat. Dazu kamen noch Melanie, Vreni, Jarno und Romana. Wir genossen eine warme Ovo. Oh, so schön seid ihr gekommen, Meli ist mit uns noch bis nach Brig gefahren das war super! Nachdem wir 2 Abteile besetzt haben, eines voll mit Gepäck und das andere mit uns fuhren wir mit dem Zug bis nach Domodossola. Wir beschlossen noch ein wenig zu fahren und Ausschau nach einem Camping zu halten. Es wurde immer dunkler und dunkler... Jetzt ist wild campen angesagt, judihuii. Simeon sah nach ca. 10km eine Linksabbiegung Richtung "Pampa". Bei Finsternis stellten wir das Zelt auf und begannen gleich mit Kochen. Plötzlich fuhr ein Auto vorbei, hielt an, fuhr zurück und ein Mann stieg aus, wir gingen ihm entgegen und er fragte...irgendwas (mein italienisch begrenzt sich auf sisi, grazie und maestro...) Wir verstanden uns mit Franzenglitalo... wir sollten nicht hier übernachten, warum? Zuviel Dornen und ein paar Km weiter vorne wäre ein schöner Platz, er bat uns an voraus zu fahren, und wir ihm nach...super er mit 50km/h und wir mit 10km/h pha! Wir erklärten ihm, dass das mangare fast fertig sei und das Zelt schon vorgeheizt, somit wünschte er uns eine gute Nacht. Der Jägereintopf schmeckte sehr lecker und unser Wasservorrat betrug noch ca. 3dl, also nichts mit Waschen oder Austrinken... Die Nacht war bitterkalt und am Morgen alles gefroren. Somit warteten wir bis die ersten Sonnenstrahlen das Zelt erreichten. Als ich zu meiner Seelenbox (dort sind alle Sachen drin die mich beschützen und die meiner Seele eben gut tun...) griff, traute ich meinen Augen nicht...ein kleines Marienkäferli krabbelte darauf rum, ich war so baff, weckte dazu noch Simeon und sagte: " lueg es Himmugüegeli uf dr Seelebox, das isch es Zeiche". ich war total aufgeregt, wollte sofort los und er meinte "guete Morge, es wir e guete Tag". Danach kam das grande Chaos...zumindest bei mir. Simeon war schon parat als ich noch ein Plätzchen für dies und jenes suchte und dann alles wieder auspackte bis ich den Lippenpommade gefunden habe, natürlich zuunterst in der Tasche. Noch schnell einen Kaugummi einwerfen und die Strasse gehört wieder uns...oder wir ihr. Nach 10km ein Cappuccino, 5Liter Wasser laden, una Croissante und weiter gehts. Die Strecke war total schön, wenig Verkehr, viele Velofahrer die uns überholten (alle auf dem Rennvelo mit null Gepäck) und schönstes Wetter. Bei 20 Grad lässt es sich prima radeln. Simeon fährt meistens vorne, somit habe ich immer was zu schauen ;) und Windschatten, hihi. Das nenn ich Taktik! Bleibt aber unter uns gell, er merkte meine Masche nicht... Wir haben es super zusammen, fahren das selbe Tempo und er wirft ca. alle 200m einen Blick zurück ob klein Thesi noch da ist :) Was will ich mehr? Viele Leute winken uns zu, oder fragen wohin wir gehen. Nach 75 km wurden wir langsam müde und vor allem hungrig. Die Zeltplätze haben zu und somit ist es schon klar, dass wir wieder wild campen werden. Wir biegen von der Hauptstrasse ab und fahren auf einem Landweg. Ein Wanderweg führt in den Wald, den nehmen wir gleich. Es ist ein kleiner Wald, mit vielen Dornen irgendwo kurz vor Varese. Simeon macht sich gleich ans Pfaden durchs Dickicht. Wir stellen das Zelt und es ist schon deutlich wärmer. Judihui heute gibts Lachspesto mit Pasta, Erdbeeren und Pralinen. So jetzt husch, husch in den Schlafsack...

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